Lehrstuhlinhaber / Head of Chair

Kurzprofil

Prof. Dr. Martin Abraham

  • Organisation: Lehrstuhl für Soziologie und Empirische Sozialforschung
  • Telefonnummer: +49 911 5302-680
  • E-Mail: martin.abraham@fau.de

2017

2016

2015

2014

2013

2012

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2010

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1998

1996

1995

1991

Foreign occupational credentials on the German Labour Market
(DFG SPP 1764: The German Labor Market in a Globalized World)

Project start: October 2014
End of Project: September 2017

Summary

In today’s globalised world, Germany is an economically successful country and an attractive destination for migrants. Previous research has shown that foreigners fare less well on the German labour market than natives. Much attention has been paid to lower individual endowments of migrants as well as discrimination by employers. However, these results relate to past migration flows into Germany which mainly consisted of unskilled migrants. In a globalised world, skilled migration between EU -countries and non- EU -countries has been growing both in numbers and in its importance, for example, to meet labour shortages. A major problem which skilled migrants face is the transferability of foreign human capital. Besides language barriers foreign certificates play a major role in determining their economic integration. The problem of transferability is tightened by aspects of Germany’s distinct occupational system. While foreign school systems are more or less transparent and assessable, the vocational training systems differ greatly from country to country and are, hence, hardly comparable.

If we focus on unregulated occupations, the question arises how firms in Germany deal with foreign occupational certificates. This is relevant as employers are the central gatekeeper when migrants try to find employment that matches their training. There is a number of arguments why employers could consider foreign occupational certificates as not equivalent to their German counterparts. From a signalling point of view, in situations with incomplete information employers will use readily available and easily understandable information on an applicant’s productivity. Occupational certificates serve as such signals, given that certificates are familiar and trustworthy. If employers are not familiar with foreign vocational training systems, their information value is much lower. In this case, productivity of foreign applicants is more difficult to assess; consequently their applications are more likely disregarded. In a more general approach, one could also suggest that employers recognise the level of foreign occupation-specific human capital as low. As a result, productivity of foreign applicants might be assessed as lower and their applications would be screened out.

Yet, little is known about the role of employers as central gatekeepers for the labour market integration of migrants as most of the empirical literature focuses on foreign workers. There is a considerable lack of research on the question how firms and employers deal with foreign occupational credentials. We SEEK to close this gap by proposing a project which is based on an experimental instrument, the so-called factorial survey. Employers will be interviewed with this instrument in order to measure under which conditions a foreign occupational credential is taken into consideration within the application process. The basic idea is to present hypothetical applicants to executive managers and enquire the chances that the presented applicants will be invited for a job interview. In our study the information on the applicant will be experimentally (that is randomly) varied by the use of a factorial survey design.

To understand the role of occupational certificates we focus on comparable foreign applicants with and without foreign occupational credentials. The questions are: How do firms deal with foreign credentials and which role do they play in hiring decisions? Answering these questions will lead to a more comprehensive understanding of labour market integration of skilled migrants, which also proves relevant in the context of handling labour shortages.

Principal Investigators

Prof. Dr. Martin Abraham (University of Erlangen-Nuremberg)
Dr. Andreas Damelang (University of Erlangen-Nuremberg)

Associated Junior Researchers

Sabine Ebensperger (University of Erlangen-Nuremberg)
Felix Stumpf (University of Erlangen-Nuremberg)

 

Adaption der Berufsaspiration bei Jugendlichen

Laufzeit: 2011-2014, abgeschlossen

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Antragsteller: Prof. Dr. Martin Abraham, Dr. Hans Dietrich (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, IAB)

Mitarbeit: Dr. Brigitte Schels, Holger Sachse

Im Vordergrund des Forschungsprojektes „Adaption der Berufsaspiration bei Jugendlichen – Wirkung sozialer Herkunft sowie Opportunitäts- und Marktstrukturen“ stehen die Ausbildungsberufswünsche von Schüler/-innen im Abschlussjahr der allgemeinbildenden Schulzeit. Wie wählen Jugendliche ihren Ausbildungsberuf und wie passen sie ihren Berufswunsch an die Gegebenheiten auf dem Lehrstellenmarkt und im Berufsbildungssystem an? Dabei interessiert nicht nur, ob sich die Jugendlichen je nach ihren individuellen schulischen Voraussetzungen unterschiedliche berufliche Ziele setzen, sondern auch, welche Rolle die Herkunftsfamilie bei dem Orientierungs- und Anpassungsprozess spielt. Hintergrund des Forschungsprojektes ist, dass die Berufs- und Ausbildungswahl von Jugendlichen nicht immer nach Wunsch verläuft und Ausbildungsplatzbewerber zum Teil unversorgt bleiben oder Auszubildende eine begonnene Ausbildung wieder abbrechen.

Für das Projekt wurden Schüler/-innen an Mittelschulen und städtischen Realschulen in Nürnberg im Rahmen der Studie „Von der Schule in den Beruf“ wiederholt befragt. Die Erhebung fand zu Beginn und in der Mitte des Schuljahres 2011/12 als auch abschließend im Herbst 2012 statt. Zudem wurde ein Teil der Jugendlichen gebeten, ihre Bewerbungsaktivitäten und Rückmeldungen aus dem Arbeitsmarkt über das gesamte Abschlussschuljahr in standardisierten Kurzfragebögen in einem „Bewerbungsordner“ zu dokumentieren.

 

Ausgewählte Vorträge:

Brigitte Schels: Berufswunsch Fußball – die Berufswahl Jugendlicher unterschiedlicher sozialer Herkunft, bei: 36. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Deutsche Gesellschaft für Soziologie, Bochum, 03.10.2012.

Holger Sachse: Class-specific educational attainment of school leavers- A local study from Nuremberg, bei: Youth in crisis? Linking research, policy and practice, European Sociological Association (ESA), Mon Sant Benet (Spanien), 22.09.2012.

Brigitte Schels: Eine quantitative Tagebuchstudie zur Adaption der Berufsaspiration bei Jugendlichen, bei: Methoden der Jugendforschung – Frühjahrstagung 2011 der Sektion Jugendsoziologie, Deutsche Gesellschaft für Soziologie, Darmstadt, 24.03.2011

Arbeits- und Diskussionspapiere:

Abraham, Martin; Dietrich, Hans; Sachse, Holger & Schels, Brigitte: Adaption der Berufsaspiration bei Jugendlichen – eine Befragung von Haupt- und Realschüler/innen in Nürnberg – Überblick über die Studie und Datendokumentation. Arbeits- und Diskussionspapiere des Lehrstuhls für Soziologie und Empirische Sozialforschung (2015-1)(online)

 

 

Prekäre Beschäftigung und regionale Mobilität

Das DFG-geförderte Projekt „Prekäre Beschäftigung und regionale Mobilität“ von Dr. Katrin Auspurg und Prof. Dr. Thomas Hinz (beide Universität Konstanz, Fachbereich Geschichte und Soziologie) sowie Prof. Dr. Martin Abraham (Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Soziologie und Empirische Sozialforschung) analysiert von welchen Bedingungen regionale Mobilitätsentscheidungen abhängig sind. Dabei werden speziell Personen und Haushalte in prekären Arbeitsverhältnissen betrachtet. Bisherige Studien bezogen sich fast ausschließlich auf tatsächlich realisierte Umzüge, ließen aber nicht verwirklichte Alternativen unberücksichtigt. Dies führt zu verzerrten Schätzungen der Mobilitätsbereitschaft und ihren Ursachen, da etwa kaum feststellbar ist, inwieweit eine unterschiedlich hohe regionale Mobilität als Beispiel einer Arbeitsmarktinvestition einem unterschiedlichen Zugang zu Stellenangeboten oder einer unterschiedlichen Mobilitätsbereitschaft geschuldet ist.

Das Projekt setzt daher ein experimentelles Design (Faktorieller Survey) ein, welches in Zusammenarbeit mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im „Panel Arbeitsmarkt und Soziale Sicherung (PASS)“ implementiert wurde. Dabei werden den Befragten hypothetische überregionale Stellenangebote zur Beurteilung der Stellenattraktivität und zur Einschätzung der eigenen Stellenannahme- und Umzugsbereitschaft vorgelegt. Diese Methode erlaubt detaillierte Analysen des Entscheidungsprozesses unabhängig vom Zugang zu mehr oder weniger attraktiven Arbeitsangeboten.

 

Die Entstehung von Reputation in Wirtschaftsbeziehungen

Das Forschungsprojekt „Die Entstehung von Reputation in Wirtschaftsbeziehungen“  ist ein Kooperationsprojekt von Prof. Dr. Veronika Grimm (Lehrstuhl für  Volkswirtschaftslehre, FAU) und Prof. Dr. Martin Abraham (Lehrstuhl für Soziologie und Empirische Sozialforschung, FAU). Von Oktober 2010 bis einschließlich September 2012 wurde das Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Das Projekt beschäftigt sich mit der Frage, wie Reputation in wirtschaftlichen Beziehungen entsteht. Oft kann in Geschäftsbeziehungen nicht auf eigene Erfahrungen mit Partnern zurückgegriffen werden. Die Reputation von Geschäftspartnern spielt daher in vielen Märkten eine zentrale Rolle. Während die Wirkung von Reputation bereits häufig im Mittelpunkt von Untersuchungen zu diesem Thema stand, fokussiert das vorliegende Projekt die Entstehung von Reputation und beleuchtet diese sowohl theoretisch als auch empirisch.  Der Fokus liegt hierbei auf Reputation, die in der Interaktion zwischen Geschäftspartnern entsteht, während „institutionalisierte“ Reputationsmechanismen (z.B. formelle Rankings auf Online-Plattformen oder die Berichterstattung in den Medien) bewusst ausgeklammert werden.

Auf Grundlage spieltheoretischer Überlegungen wird mithilfe von Laborexperimenten untersucht, welche Voraussetzungen die Entstehung von Reputation forcieren und welche Umstände die Entstehung von Reputation eher behindern. In einem zweiten Schritt sollen die Ergebnisse der Laborexperimente mit Felddaten validiert werden.

Artikel zum Thema “Reputation”:

Abraham, M. & Meyer, C. (2012): Bedingungen des Erfahrungsaustausches in wirtschaftlichen Transaktionen: Das Beispiel der Reputation von Weiterbildungsanbietern. Zeitschrift für Soziologie, 41: 166-181.

Abraham, M., Grimm, V., Meyer, C. & Seebauer, M. (submitted): Emergence of Reputation.